Hochleistungskunststoffe wie PEEK und ULTEM galten lange als Domäne weniger Speziallieferanten. Mit industriellen Hochtemperaturdruckern lassen sich diese Materialien heute im eigenen Haus verarbeiten, vom Funktionsbauteil bis zum metallersetzenden Serienteil. Die entscheidende Frage ist nicht mehr ob, sondern ab wann sich eine eigene Anlage gegenüber dem Zukauf rechnet.
Was PEEK und ULTEM im Industrieeinsatz leisten
PEEK ist dauerhaft bis etwa 250 °C einsetzbar, chemisch nahezu beständig und erreicht mechanische Werte, die in vielen Anwendungen an Metall heranreichen. ULTEM (PEI) bietet ein ähnliches Profil mit guter Flammbeständigkeit und ist deutlich wirtschaftlicher als PEEK. Beide Werkstoffe sind dort zuhause, wo Standardkunststoffe an thermische, chemische oder mechanische Grenzen stoßen.
Typische Anwendungen
- Metallersatz bei Funktionsteilen, um Gewicht und Korrosion zu reduzieren
- Hitzebeständige Bauteile in Vorrichtungen, Werkzeugen und Anlagen
- Chemisch belastete Komponenten in der Verfahrenstechnik
- Bauteile für Luft- und Raumfahrt, Automotive und Medizintechnik
Was ein Hochtemperaturdrucker technisch können muss
Hochleistungswerkstoffe stellen hohe Anforderungen an die Maschine. Entscheidend sind eine aktiv beheizte Bauraumkammer gegen Verzug, ein Hochtemperatur-Druckkopf für die hohen Schmelztemperaturen und ein leistungsfähiges Heizbett für die Haftung der ersten Schicht. Ohne diese Kombination lassen sich PEEK und ULTEM nicht prozesssicher verarbeiten, hier trennt sich der Industriedrucker vom Bürogerät.
Outsourcing oder Eigenfertigung: die Rechnung
Der Zukauf von Hochtemperaturteilen ist bei geringen Stückzahlen sinnvoll. Sobald Bauteile regelmäßig, in Volumen oder unter Zeitdruck gebraucht werden, kippt die Rechnung. Drei Hebel entscheiden:
- Teilekosten: Was zahlen Sie heute pro Bauteil extern, und wie oft im Jahr?
- Lieferzeit: Wie viele Tage kosten Sie externe Vorlauf- und Lieferzeiten in Entwicklung und Produktion?
- Abhängigkeit: Wie kritisch ist es, wenn ein einzelner Lieferant ausfällt oder Preise anzieht?
Wer diese drei Werte kennt, kann den Break-even einer eigenen Anlage konkret berechnen. Gern rechnen wir das mit Ihren realen Zahlen durch, statt mit Pauschalversprechen.
VisionMiner bei Brinktec
Brinktec ist deutscher Distributor von VisionMiner, unter anderem der 22 IDEX V4, einer Plattform, die genau für PEEK, ULTEM und Co. gebaut ist. Wir verkaufen aber keine Box, sondern liefern Einrichtung, DFAM-Schulung Ihrer Mitarbeiter und Support vor Ort in Deutschland mit. So drucken Ihre Leute nach der Einführung selbst prozesssicher, statt sich allein durch Hochtemperaturmaterialien zu kämpfen.
Mehr zur Materialseite finden Sie in unserem Beitrag zur Materialauswahl im 3D-Druck.
Nächster Schritt: Demo im Showroom Köln
Am schnellsten überzeugt ein echter Testdruck mit einem Ihrer eigenen Bauteile. In unserem Showroom in Köln zeigen wir Ihnen die Anlage live und besprechen Ihren konkreten Anwendungsfall.
→ Termin im Showroom vereinbaren:
www.brinktec.de/kontakt
0 Kommentare